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Arbeitsgruppe Risikoanalyse

Wie wählt man die richtigen Märkte aus?

Mit unserem internen Risikowerkzeug analysieren wir, welche Märkte für mobile Notstromversorgung geeignet sind und welche Vorrang haben. Die strategische Bedeutung eines Marktes innerhalb Ihres Unternehmens legen Sie fest. Gemeinsam besprechen wir die Ergebnisse und entscheiden, welche Märkte vorbereitet werden und in welcher Reihenfolge.

Dabei betrachten wir die Bedingungen vor Ort, gefährdete Waren, Lebensmittelversorgung und Logistik.


01 — Marktstandorte

Ihre Märkte als Ausgangspunkt

Risikowerkzeug mit Supermarktstandorten in München und einer Standortbewertung zu Standorttyp, Gebäudeeinbindung, Zugang und verfügbaren Flächen.

Beispiel: München, auf Basis öffentlicher Daten. Netto-Märkte dienen hier zur Demonstration. Bewertungsergebnisse werden nicht veröffentlicht.

Wir können öffentlich verfügbare Marktadressen verwenden oder Ihre Märkte in einer Region anhand von CSV-Daten oder einem SAP-Export abbilden.

Unsere Standortbewertung klassifiziert Ihre Märkte nach Standorttyp, Gebäude, Zugang und verfügbaren Flächen. Damit prüfen wir, wo mobile Notstromversorgung infrage kommt und was am Standort noch geklärt werden muss.


Was zählt bei der Entscheidung?

Bei der Auswahl zählen Warenbestände, Weiterbetrieb und Lebensmittelversorgung vor Ort ebenso wie Aufwand und Kosten. Je nach Ziel kommen unterschiedliche Märkte infrage. Unser Werkzeug liefert Argumente, mit denen wir diese Möglichkeiten gemeinsam abwägen.

Strategische Bedeutung und Interessen

Die strategische Bedeutung eines Marktes im Vergleich zu Ihren anderen Standorten können nur Sie festlegen. Auch die Interessen von Eigentümer, Betreiber und Handelsorganisation müssen geklärt werden.

Lebensmittelversorgung

Wie viele Menschen sind auf den Markt angewiesen? Welche anderen Märkte können sie während eines Stromausfalls noch erreichen?

Platz und Anschluss

Es muss geprüft werden, ob ein Aggregat am Standort oder auf der Straße stehen kann. Dazu gehören Gebäudevorgaben, Kabelwege und ein geeigneter Einspeisepunkt.

Anlieferung der Geräte

Es muss geklärt werden, ob Lkw den Standort erreichen, wie weit das Gerätelager entfernt ist und welche Geräte verfügbar sind. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass mehrere Märkte gleichzeitig betroffen sein können.

Kraftstoff und Warennachschub

Es muss geprüft werden, wie Kraftstoff gelagert und nachgeliefert wird und ob Waren auch bei Ausfall eines Logistikzentrums noch ankommen.

Personal, Waren und Sicherheit

Wer steht vor Ort zur Verfügung? Wie werden Personal und Waren geschützt? Risiken durch Plünderungen und Ausschreitungen müssen in der Risikobewertung und im Gesamtkonzept berücksichtigt werden.

Elektrische Abhängigkeiten

Mehrere Märkte können von derselben Strominfrastruktur abhängen und deshalb gleichzeitig ausfallen. Das muss bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Kosten und Nutzen

Bei kleinen Märkten muss geprüft werden, ob sich die technische Vorbereitung im Verhältnis zum möglichen Warenverlust lohnt.

Auf Grundlage dieser Fragen und unserer Erkenntnisse besprechen wir mit Ihnen, welche Märkte vorbereitet werden und in welcher Reihenfolge.


02 — Lebensmittelversorgung vor Ort

Lokalen Versorgungsdruck verstehen

Wenn Märkte ausfallen, verteilt sich die Nachfrage auf die weiterhin verfügbaren Standorte. Auch ein Markt mit funktionierender Stromversorgung muss dann möglicherweise mehr Menschen versorgen. Wir betrachten deshalb den Notstrombedarf und die Rolle der Märkte bei der Lebensmittelversorgung gemeinsam.

Karte von München mit dem Verhältnis von Bevölkerung zu Supermarktangebot und einer Legende zu Einwohnern je Supermarkt.

Beispiel: München, auf Basis öffentlicher Daten. Netto-Märkte dienen hier zur Demonstration. Bewertungsergebnisse werden nicht veröffentlicht.

Unser Werkzeug setzt die Bevölkerung ins Verhältnis zum Supermarktangebot eines Gebiets. Dabei werden auch Märkte anderer Handelsketten berücksichtigt.

Viele Menschen kaufen auf dem Arbeitsweg ein oder fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Markt. Bei einem Stromausfall kann sich ändern, welche Märkte sie erreichen. Deshalb betrachten wir das Supermarktangebot in Innenstadt, Stadtrand und Umland sowie die verfügbaren Verkehrswege.


03 — Stützpunkte für die Geräte

Wo sollten die Aggregate bereitstehen?

Logistikkarte von München mit optimalen und akzeptablen Gebieten für mobile Notstromeinheiten, einer Grenze von 60 Minuten und dem Hinweis, dass das optimale Gebiet vier Märkte nicht erfasst.

Beispiel: München, auf Basis öffentlicher Daten. Netto-Märkte dienen hier zur Demonstration. Bewertungsergebnisse werden nicht veröffentlicht.

Das Logistikmodul schlägt Stützpunkte anhand der Lkw-Fahrzeit zu den Märkten vor. Dafür kommen Supermärkte, Logistikzentren und Standorte aus unserem weiteren Netzwerk infrage.

Wir vergleichen optimale und akzeptable Gebiete. Als akzeptable Grenze setzen wir in unserer Planung üblicherweise 60–90 Minuten Lkw-Fahrzeit an. Am Stützpunkt muss auch Platz für Geräte und Kraftstoff sein. Die Lagerung muss dort zulässig sein.

Zur Lkw-Fahrzeit kommen Beladung, Aufstellung und Anschluss hinzu. All das muss bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden. Im gezeigten Beispiel liegen vier Märkte außerhalb des als optimal markierten Gebiets.


Elektrische Abhängigkeiten und Sicherheit prüfen

01

Welche Märkte hängen zusammen?

Mehrere Märkte können von denselben Transformatoren oder Umspannwerken abhängen. Mit unserem eigenen Modell schätzen wir ab, wo solche Abhängigkeiten bestehen und welche alternativen Versorgungswege es gibt.

02

Reicht der Markt für die Versorgung vor Ort aus?

Mit einem eigenen Modell bewerten wir zusätzlich die Rolle eines Marktes für die Lebensmittelversorgung vor Ort. Diese Bewertung ergänzt den Vergleich von Bevölkerung und Supermarktangebot.

03

Welche Sicherheitsrisiken bestehen?

Unsere Kriminologen bewerten die Risiken von Plünderungen und Ausschreitungen sowie die Sicherheit von Personal und Waren. Die Ergebnisse fließen in das Gesamtkonzept und die Maßnahmen vor Ort ein.

04

Was passiert beim Ausfall eines größeren Umspannwerks?

Wir schätzen mögliche Folgen eines Ausfalls an einem größeren Verteilungspunkt ein, etwa einem 110-kV-Umspannwerk. Dazu gehören der Verlust von Redundanz oder die Folgen eines Anschlags. Von diesen sensiblen Analysen veröffentlichen wir keine Screenshots.


Die nächsten Schritte gemeinsam festlegen

Wir besprechen mit Ihnen, welche Märkte technisch vorbereitet werden, wo mobile Geräte bereitstehen sollen und was vor Ort noch geprüft werden muss. Die Ergebnisse fließen in den Handlungsleitfaden und die Absprachen mit den Partnern ein.