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Warum mobile Notstromversorgung?

Ein Lebensmittelmarkt kann für die Versorgung durch ein mobiles Aggregat vorbereitet werden. Das Aggregat wird bei Bedarf angeliefert und an einen vorgesehenen Einspeisepunkt angeschlossen. Dafür muss nicht an jedem Standort ein eigener Stromerzeuger dauerhaft bereitstehen.

Gründe für eine mobile Lösung

Weniger Kapital für eigene Aggregate binden.

Bei einer Mietlösung entfällt der Kauf eines eigenen Stromerzeugers. Kosten für die Vorbereitung des Marktes, Bereitstellung, Transport und Einsatz müssen trotzdem eingeplant werden.

Wartung extern organisieren.

Wartung, Instandhaltung und gegebenenfalls ein Austauschgerät können Bestandteil des Mietvertrags sein. Der genaue Leistungsumfang muss vereinbart werden.

Fünf PowerLock-Stecker mit Kabeln an einem beschrifteten Einspeiseschrank.

Leistung passend auswählen.

Das Aggregat wird auf die vorgesehenen Verbraucher abgestimmt. Entscheidend ist, ob nur die Kühlung oder weitere Funktionen des Marktes versorgt werden sollen.

Technik bei verändertem Bedarf anpassen.

Bei Umbauten oder zusätzlichen Verbrauchern lässt sich ein anderes Aggregat einplanen. Anschluss und Schutztechnik des Marktes müssen dafür weiterhin geeignet sein.

Kosten auf mehrere Märkte verteilen.

Unser 1:10-Modell sieht ein mobiles Aggregat für zehn vorbereitete Märkte vor. Die Kosten für Miete, Leasing oder gemeinsame Vorhaltung verteilen sich damit rechnerisch zu je einem Zehntel auf die Märkte. Anzahl und Verteilung der Aggregate richten sich danach, wie viele Standorte gleichzeitig betroffen sein können.

Mobiles blaues Aggregat auf einem Anhänger vor einem beleuchteten Lebensmittelmarkt bei Tageslicht.

Bereitstellung gemeinsam organisieren.

Je nach Organisationsstruktur können mehrere Eigentümer oder Genossenschaften Aggregate gemeinsam mieten, leasen oder vorhalten. Auch die Bereitstellung über einen Mietpool ist möglich. Zuständigkeiten und Zugriffsrechte werden vorab vereinbart.

Aggregate nach Priorität einsetzen.

Mobile Aggregate lassen sich gezielt den Märkten zuweisen, an denen sie gerade am dringendsten benötigt werden. Dafür werden vorab Kriterien wie gefährdete Warenwerte, verbleibende Kühlzeit und die Bedeutung für die lokale Lebensmittelversorgung festgelegt.

Flexibel auf die Lage reagieren.

Zunächst kann ein Markt durch die Versorgung der Kühlung gesichert werden. Je nach Lage und verfügbaren Ressourcen sind anschließend eingeschränkter Verkauf oder der Betrieb des gesamten Marktes möglich. Die dafür benötigten Verbraucher und Leistungsstufen werden vorab geplant.

Keine eigenen Diesel- oder Heizöltanks dauerhaft vorhalten.

Eigene Kraftstofftanks und dauerhaft gelagerte Vorräte benötigen Platz, binden Kapital und unterliegen Umweltvorgaben. Bei einer mobilen Lösung müssen sie am Markt nicht dauerhaft vorgehalten werden. Kraftstoff wird mit dem Aggregat bereitgestellt und während des Einsatzes nachgeliefert.

Dauerhaften Platzbedarf reduzieren.

Am Markt muss kein eigenes Aggregat dauerhaft aufgestellt werden. Eine geeignete Aufstellfläche für den Einsatz bleibt erforderlich.

Was vor dem Stromausfall geklärt sein muss

  • Einspeisepunkt, Netzumschaltung und Schutztechnik fachgerecht planen und prüfen.
  • Benötigte Leistung und Reihenfolge beim Zuschalten der Verbraucher festlegen.
  • Zufahrt, Aufstellfläche und Kabelwege vorbereiten.
  • Verfügbarkeit, Anlieferzeit und Zuständigkeiten verbindlich organisieren.
  • Kraftstoffversorgung und Betreuung während des Betriebs planen.
  • Ermitteln, wie lange die Kühlung bis zur Inbetriebnahme ohne Strom auskommen kann.

Wo die Grenzen liegen

Eine erst nach dem Ausfall angelieferte mobile Lösung benötigt Zeit für Transport, Anschluss und Inbetriebnahme. Bei großflächigen Ausfällen können mehrere Märkte gleichzeitig Aggregate benötigen. Eine spontane Mietanfrage ersetzt deshalb keine vorbereitete Versorgung.

Mobilität und Eigentum sind getrennte Entscheidungen: Mobile Aggregate können gemietet, geleast, gekauft oder gemeinsam vorgehalten werden.